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Montag, 25. Mai 2009

{Rezension} Der Täuscher von Jeffery Deaver



Verlag: Blanvalet Verlag 
Übersetzer: Thomas Haufschild
Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
ISBN: 3764502967
Genre: Amerikanische Thriller
Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 19,95 €


Fast perfekt getäuscht

Mithilfe eines scheinbar uneingeschränkten Zugangs zu privaten Daten verübt ein perfider Täter Morde und Vergewaltigungen und lässt unschuldige Bürger als Täter dastehen. Einer dieser Opfer ist auch der Cousin des genialen Ermittlers Lyncoln Rhyme. Alle erdrückenden Indizien sprechen gegen ihn. Rhyme und Sachs beginnen mit ihren Ermittlungen und müssen bald feststellen, dass es vergleichbare Fälle gibt, die ein ähnliches Tatmuster aufweisen. Schon bald führen Spuren zu einer Firma, die Daten privater Bürger sammelt. Sie scheinen auf der richtigen Fährte zu sein, denn plötzlich rückt Rhyme in das Visier des Täters.

Mit seinem achten Buch rund um seine Protagonisten Amelia Sachs und Lyncoln Rhyme hat Jeffrey Deaver wieder einen überaus intelligent durchdachten Psychothriller abgeliefert. Natürlich handelt es sich hierbei wieder um einen in sich abgeschlossenen Roman, sodass man ohne Vorkenntnis der anderen Bücher diesen unbesorgt lesen kann.

Dieses Mal beschäftigt sich der Autor mit dem brisanten Thema Daten- bzw. Identitätsdiebstahl bei Privatpersonen, was - wie immer bei J. Deaver - auch dieses Mal wieder gründlich recherchiert ist. Diesen Identitätsdiebstahl nutzt sein Serienmörder (Der Täuscher) fast perfekt aus, um seine Morde unschuldigen Bürgern unterjubeln. Aber eben nur fast perfekt! Das Team rund um Rhyme / Sachs kommen dem Serienmörder sehr schnell auf die Schliche und ein überaus spannendes "Katz-und-Maus-Spiel" beginnt. Mit von der Partie sind auch wieder die Kollegen Selitto, Cooper und Pulaski, die der Leser bereits aus früheren Romanen kennt. Fehlen darf natürlich auch nicht Rhymes "Mädchen für Alles" Thom; das Geplänkel der Beiden regt immer wieder zum Schmunzeln an.

Über die Charaktere braucht man nicht mehr viel sagen. Natürlich sind sie wieder hervorragend beschrieben und haben Tiefe. Neu ist, dass man dieses Mal wirklich viel über Rhymes Vergangenheit erfährt, was für den Fan natürlich sehr interessant ist.

Das Buch ist in zwei Erzählsträngen aufgeteilt. Einmal werden die Ermittlungen rund um Sachs/Rhyme geschildert, zum anderen erhält der Leser, aus Sicht des Serienmörders geschrieben, einen Einblick in dessen Leben.

Fazit: Alles in allem wieder ein sehr interessant und hochspannend geschriebener Thriller von Jeffrey Deaver, der einen von der ersten Seite an fesselt und bis zur letzten Seite nicht mehr zur Ruhe kommen lässt.

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